Coronavirus: Informationen für Familien mit krebskranken Kindern

Die Ärzte der Kinderonkologie haben eine aktuelle Information für Eltern und Angehörige verfasst, deren Kinder eine Krebsbehandlung bekommen oder hinter sich haben. Für Eltern, die ihre kranken Kinder auf Station besuchen möchten, gelten zudem besondere Regeln, die das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg aufgestellt hat.

Corona-Virus
Bildquelle: Corona Borealis /©stock.adobe.com

Mit der schrittweisen Erleichterung sozialer Kontakte nach der ersten Phase der Corona-Epidemie erreichen uns immer wieder Fragen, ob Kinder nach Krebserkrankungen am „normalen Leben“ teilhaben können. Für die Beantwortung dieser Frage ist es wichtig zu wissen, dass für Kinder generell ein niedrigeres Risiko für schwere Verläufe der Coronainfektion besteht. Für immunsupprimierte Patienten ist zwar, wie auch bei anderen Erkältungskrankheiten oder Grippe, von einem erhöhten Risiko bei einer Coronavirusinfektion auszugehen. Allerdings sind bislang nur wenige Infektionen bei Kindern, die eine Chemotherapie erhalten haben, beschrieben. Diese sind größtenteils milde verlaufen. 

Patienten, die mit Chemotherapie oder anderen Immunsuppressiva (beispielsweise „Cortison“) behandelt werden, sollen selbstverständlich denselben Regeln folgen wie alle anderen Menschen - dazu zählen unter anderem Abstand halten, regelmäßiges Händewaschen,  „Hustenetikette“, Mund-Nasen-Schutz gemäß der von den Bundesländern erlassenen Tragepflicht und im Krankenhaus.

Bei Verdacht auf einen Kontakt bzw. eine Ansteckung oder bei Unsicherheiten nehmen Sie bitte zuerst telefonische Rücksprache mit der Hämatologischen Ambulanz und/oder dem Gesundheitsamt auf. Danach sollte erst die Entscheidung fallen, ob eine Abklärung vor Ort notwendig ist.

Schulen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen kooperieren eng mit dem Gesundheitsamt, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Kinder mit Hinweisen auf eine Corona-Infektion werden von Gemeinschaftseinrichtungen vorübergehend ausgeschlossen. Bei der geplanten Wiederöffnung oder Teilöffnung der Schulen halten wir es aus diesem Grund für vertretbar, dass auch Kinder unter mäßig intensiver Chemotherapie (beispielsweise Leukämie-Dauertherapie) oder Immunsuppression weiter Schule bzw. Kindergarten besuchen. Das gilt auch für Geschwisterkinder unserer Patienten – unabhängig davon, in welcher Phase der onkologischen Therapie der Patient ist, sollen Geschwisterkinder den Kindergarten oder die Schule besuchen. Für Patienten unter intensiver Chemotherapie gilt, wie sonst auch, dass sie Schule oder Kindergarten weiterhin nicht besuchen sollen.

Weitere Unterstützung finden Sie bei folgenden Einrichtungen:

 

Derzeitige Besucherregelung an der Kinderonkologischen Station des Universitätsklinikums Heidelberg (aktualisiert 2. Juni 2020)

Unsere KiTZ-Patienten werden an der Kinderonkologischen Station des Universitätsklinikums Heidelberg behandelt. Für Angehörige und Bekannte unserer Patienten gelten daher die Besuchsregeln des Universitätsklinikums.

Das Besuchsverbot wurde aufgehoben. Dennoch gibt es gewisse Einschränkungen. Seit dem 2. Juni 2020 können stationär behandelte Kinder von beiden Elternteilen besucht werden. Voraussetzung ist weiterhin, dass die besuchende Person gesund, insbesondere fieberfrei ist. Die Besuchszeiten in der Kinderklinik sind von 12 bis 16 Uhr. Alle Besucher werden gebeten, sich an den Pforteneingängen der Kliniken zu melden.

Die Regeln für Besucher werden laufend an die aktuelle Lage angepasst. Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite des Universitätsklinikums Heidelberg:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/themenseite-coronavirus

Weitere Regelungen für Besucher des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin Heidelberg entnehmen sie bitte dem Informationsschreiben.