TV-Arzt Dr. Wimmer startet Kooperation für krebskranke Kinder mit dem Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg

Der TV-Arzt Dr. Johannes Wimmer möchte sich langfristig für das Thema Krebs im Kindesalter einsetzen, damit krebskranke Kinder den gleichen Zugang zu modernen Krebstherapien erhalten wie Erwachsene. Er startet daher eine langfristige Kooperation mit dem Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ), das neue Therapien für krebskranke Kinder in Europa erforscht und entwickelt. Am 3. Februar besuchte er das KiTZ und erhielt Einblicke, wie molekulare Analysemethoden und in der Kulturschale gezüchtete Tumorgewebe helfen, passende Therapien für junge Krebspatienten zu identifizieren. Anlässlich des Weltkinderkrebstages am 15. Februar wird Johannes Wimmer auf seinen Social-Media-Kanälen eine Reihe zum Thema Krebs und Kinder starten.

ohannes Wimmer vor Eingang des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin des UKHD mit KiTZ-Maskottchen „Hopps“
Besuch der kinderonkologischen Station: Johannes Wimmer vor Eingang des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin des UKHD mit KiTZ-Maskottchen „Hopps“. Bild: U. Anspach/KiTZ
Johannes Wimmer mit Wissenschaftler im Labor
Blick auf Zellen und Gewebe: Die Begutachtung von Gewebeproben spielt vor allem für Patienten eine wichtige Rolle, bei denen eine Krebserkrankung vermutet wird. Bild: U. Anspach/KiTZ

Das "Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg“ (KiTZ) ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Universität Heidelberg (Uni HD).

Den Entschluss, sich als neuer Botschafter für das KiTZ einzusetzen, hatte Johannes Wimmer, Moderator des NDR-Gesundheitsmagazins "Dr. Wimmer Talk - Wissen ist die beste Medizin" bereits im Dezember des vergangenen Jahres gefasst. Gemeinsam mit KiTZ-Direktor Stefan Pfister vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) trat er in der ZDF-Spendengala "Ein Herz für Kinder" auf, um auf das Thema Krebs im Kindesalter aufmerksam zu machen. Johannes Wimmer ist selbst betroffener Vater: Seine neun Monate alte Tochter war kurz zuvor an einem bösartigen Hirntumor verstorben. "Als Betroffener habe ich schmerzlich zu spüren bekommen, wie wichtig die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten für krebskranke Kinder ist. Mich für das Thema einzusetzen, lindert unseren Schmerz nicht. Aber ich kann etwas für andere betroffene Familien tun und vielleicht sogar dazu beitragen, dass andere Familien nicht dasselbe durchleiden müssen wie wir und viele weitere Betroffene."

In der Abteilung von KiTZ-Direktor Olaf Witt am DKFZ nahm Johannes Wimmer während seines Besuches auch selbst die Pipette in die Hand, um Tumorproben zu analysieren. Wenn Tumoren nicht auf die Standardtherapien reagieren, wird das Erbgut entschlüsselt, um nach neuen Angriffszielen zu suchen. Gleichzeitig werden die Tumorzellen im Labor kultiviert und mehr als 70 Medikamenten ausgesetzt, die bereits für Erwachsene zugelassen sind. In einigen Fällen finden die Wissenschaftler damit eine weitere Therapiemöglichkeit. "Ich bin zutiefst beeindruckt, mit welchem Einsatz hier neue Wege in der Kinderkrebsmedizin beschritten werden", sagt Johannes Wimmer. "Mein Ziel ist es, dieses Wissen als KiTZ-Botschafter einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln und Patienten praktische Hilfen in Form von Erklärvideos an die Hand zu geben."

Die Besuchertour führte Wimmer auch in das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD). Dabei besichtigte Wimmer das Heidelberger Ionen-Strahl-Therapiezentrum (HIT). Vor allem für Kinder ist die Behandlung mit Protonenstrahlen ein großer Fortschritt, da sie präzise den Tumor zerstören und das umliegende Gewebe schont. Darüber hinaus warf Wimmer einen Blick in die Operationsräume der Kinderchirurgie.

Gemeinsam mit Andreas Kulozik, Direktor der Klinik für Pädiatrische Onkologie am UKHD und einer der drei Direktoren des KiTZ, besuchte Wimmer die kinderonkologische Station des UKHD, die Teil des KiTZ ist. Der Besuch war für den Fernseh-Arzt, der selbst viele Tage am Bett seines kranken Kindes verbracht hat, auch ein Moment mit gemischten Gefühlen. Auf der Station werden krebskranke Kinder und junge Patienten mit chronischen Bluterkrankungen behandelt, beides Forschungsschwerpunkte der Einrichtung.

An das psychosoziale Team der Station spendete Johannes Wimmer neuropsychologische Testmaterialien im Wert von 1000 EUR. Die zertifizierten Intelligenztests und -Spiele werden eingesetzt, um evtl. Lernschwächen sowie kognitive Schwächen nach der Behandlung von Hirntumoren bei Kindern festzustellen. Damit sollen sie die richtigen Hilfen für ihren Schulalltag und einen idealen Start zurück in ihren Alltag erhalten. "Das berührt mich natürlich sehr. Meine Frau und ich haben uns viele Gedanken gemacht, was uns möglicherweise nach der Behandlung unserer Tochter erwartet. Dass es diese Nachsorge-Tests gibt, wussten wir gar nicht. Jedes Kind hat so die Chance, dass es in seinen Stärken gefördert werden kann."

Anlässlich des Weltkinderkrebstages am 15. Februar wird Johannes Wimmer auf seinen Social-Media-Kanälen eine Serie zum Thema Krebs und Kinder mit Bildern von seinem Besuch starten. Geplant ist auch ein eigener Videokanal in Kooperation mit dem KiTZ.

"Johannes Wimmer gilt unser größter Respekt, dass er sich in dieser Situation so für unsere Ziele und unsere Patienten einsetzt", bedankte sich Stefan Pfister bei dem Gast. "Wir sind sehr froh, ihn als Botschafter gewonnen zu haben und freuen uns auf eine intensive Zusammenarbeit."


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Dr. Alexandra Moosmann
Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ)
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