„Kiwis gegen Krebs“ spenden 34.000 Euro für die Kinderkrebsforschung am KiTZ

Luftballons, Spaß-Läufe und Superheldenkostüme. Mit ihren bunten Mitmach-Aktionen sammelte die Initiative „Ein Kiwi gegen Krebs“ im Jahr 2020 insgesamt 34.000 Euro für das Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ). Geschäftsführerin Tatjana Radetzky übergab die Spendensumme am 24. Februar an Kristian Pajtler, Wissenschaftler und Arzt am KiTZ und am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD). „Die Kiwis“ unterstützen bereits seit 2018 die Erforschung und Therapieentwicklung am KiTZ gegen seltene Hirntumoren bei Kindern.

Seifenblasen vom Balkon
Bild: F. Scheurer/KiTZ
Spendenübergabe T. Radetzky und K. Pajtler
Bild: F. Scheurer/KiTZ

Das „Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg“ (KiTZ) ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Universität Heidelberg (Uni HD).

„Wir sind sehr dankbar und stolz, dass auch im Jahr 2020 wieder so viele Menschen unsere Aktionen und unser Anliegen, den Krebs bei Kindern zu besiegen, unterstützt haben“, freut sich Tatjana Radetzky. Als betroffene Mutter gründete Tatjana Radetzky aus Schriesheim im Jahr 2018 das Projekt „Ein Kiwi gegen Krebs“.

Seither macht die Initiative mit vielen kreativen Aktionen auf das Thema Krebs im Kindesalter aufmerksam. Anlässlich des Welthirntumortages 2020 hatte das Projekt zu einem Seifenblasen-Flashmob in den Sozialen Medien aufgerufen. Auch beim Spendenlauf des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) mobilisierten „Ein Kiwi gegen Krebs“ im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Läufer und starteten mit einem eigenen Team. „Zu sehen, wie viele Menschen unser Anliegen durch Teilnahme an Aktionen, den Kauf unserer Spendenartikel und durch ihr aufmunterndes Feedback unterstützen, ist das, was mich und mein Team motiviert“, betont Tatjana Radetzky.

Ein Teil der Spendengelder wird direkt für Geschenke und Aufmerksamkeiten für die Kinder der kinderonkologischen Station verwendet, um die Kinder von ihrer Krankheit abzulenken und die Eltern zu stärken und zu entlasten. Der Großteil kommt der Entwicklung neuer Krebstherapien am KiTZ zugute: 4000 Euro gehen in diesem Jahr an das Krebsgenomsequenzierungsprojekt INFORM, das Kindern mit einem Rückfall neue Behandlungsmöglichkeiten ermöglicht. 30.000 Euro der Spendensumme werden speziell für die Erforschung bestimmter kindliche Hirntumoren eingesetzt, den Ependymomen. „Wir haben unseren Sohn Fabian im Alter von zwei Jahren an diese Tumorerkrankung verloren, weil es dagegen keine Therapie gab“, sagt Tatjana Radetzky. „Wir möchten, dass Kinder mit dieser Erkrankung künftig eine Perspektive haben.“

Ependymome sind die dritthäufigste Hirntumorart bei Kindern. „Insbesondere bei kleinen Kindern ist die Behandlung dieser Tumorart eine Herausforderung“, erklärt Kristian Pajtler, dessen Forschungsgruppe am KiTZ auf die Erforschung dieser Tumorart spezialisiert ist. „Die Tumoren wachsen oft sehr aggressiv und haben leider ein hohes Rückfallrisiko.“ Ependymomzellen können sich wahrscheinlich jahrelang in sogenannten zellulären Nischen verstecken. Dort überleben sie chemotherapeutische Angriffe und Strahlenattacken oft unbeschädigt und verharren Wochen, Monate oder gar Jahre in einer Art Schlafzustand. Aus bisher unbekannten Gründen erwachen sie irgendwann wieder, teilen sich und wachsen erneut zu einem aggressiven Tumor heran. „Unser Ziel ist es, jene Zellen, die zur Rückkehr des Tumors führen, schon beim erstmaligen Auftreten wirksam zu bekämpfen“, sagt Kristian Pajtler. „Wir sind ein Kiwi gegen Krebs sehr dankbar, dass sie uns dabei unterstützen.“

 

Über die Initiative „Ein Kiwi gegen Krebs“

„Ihr Kind hat Krebs.“ Dieser Satz verändert das Leben komplett und wirft Eltern vollkommen aus der Bahn. Von einer Sekunde auf die nächste ist nichts mehr wie es war.

Wir sind selbst betroffen und wissen, wie wichtig und überlebensnotwendig es ist, dass die Forschung nicht ruht. Die Forschung am KiTZ Heidelberg zu unterstützen liegt uns besonders am Herzen, um geeignete und verträgliche Therapien zu finden und Heilungschancen zu verbessern. Gleichzeitig stehen die betroffenen Familien bei uns im Fokus. Starke Kinder brauchen starke Eltern und manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die Trost spenden, Kraft geben und den Alltag erträglicher machen. Wir wissen aus Erfahrung, dass das Leben mit einem an Krebs erkrankten Kind den Eltern alles abverlangt. Viele Eltern fühlen sich alleine oder isoliert. Diese Erkrankung verändert das gesamte Familienleben. Nur wenn es den Eltern gut geht, können Sie ihre ganze Kraft und Energie an ihr Kind weitergeben. Nur so können Sie ihm helfen wieder gesund zu werden und es auf dem schweren Weg durch die ganzen Therapien mit sämtlichen Nebenwirkungen begleiten. Wir möchten, dass Eltern die Kraft haben Ihre Kinder so zu motivieren und zu unterstützen, dass die Kinder trotz Therapie, soweit es geht, ein schönes und glückliches Leben haben können.

Daher setzen wir uns für das KiTZ Heidelberg und die Forschung am KiTZ, sowie für die Familien - insbesondere die Eltern - krebskranker Kinder ein.
www.ein-kiwi-gegen-krebs.de

 

Ansprechpartnerin für die Presse:

Dr. Alexandra Moosmann
Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ)
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Im Neuenheimer Feld 130.3
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T: +49 (0) 6221 56 36434
E-Mail: a.moosmann[at]kitz-heidelberg.de
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