„Kiwis gegen Krebs“ spenden 40.000 Euro für die Kinderkrebsforschung am KiTZ

Jedes Jahr initiiert „EIN KIWI GEGEN KREBS“ viele bunte Spendenaktionen zugunsten krebskranker Kinder. Die gesammelten Spenden kommen vor allem der Kinderkrebsforschung am Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ) zugute, damit für die jungen Patienten bessere und nebenwirkungsärmere Behandlungen entwickelt werden können. Die Gründerin der gemeinnützigen Organisation Tatjana Radetzky übergab die Spendensumme von 40.000 Euro am 17. Dezember an Kristian Pajtler, Wissenschaftler und Arzt am KiTZ, am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD). „Die Kiwis“ unterstützen bereits seit 2018 die Erforschung und Therapieentwicklung am KiTZ für die Behandlung seltener Hirntumoren bei Kindern.

Das grüne Kiwi-Maskottchen übergibt die Spenden an das KiTZ
© S. Schmitt/ KiTZ

Das "Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg“ (KiTZ) ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Universität Heidelberg (Uni HD).

Der knallgrüne Kiwi, Symbolfigur von „EIN KIWI GEGEN KREBS“, zeigte auch in diesem Jahr wieder vollen Einsatz: An jedem dritten Freitag im Monat beschenkte er die Kinder und Eltern auf der kinderonkologischen Station des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) am Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ) mit Luftballons und kleinen Geschenken.

Außerdem tourte der mannshohe Laufvogel für den guten Zweck bis nach Neuseeland und zurück: Anlässlich des Welthirntumortags am 8. Juni hatte "EIN KIWI GEGEN KREBS" ihren Kiwi 63 Tage lang auf Reisen geschickt. Jeder Euro beförderte den Vogel, dessen Weltreise man in den Sozialen Medien verfolgen konnte, dabei jeweils um einen Kilometer weiter. Die Gemeinschaft an Unterstützern schaffte es nicht nur, den Kiwi 18.500 Kilometer lang zu sponsern. Gemeinsam mit den vielen privaten Unterstützern erlief der Kiwi Insgesamt 31.077 Euro für die Kinderkrebsforschung.

„Wir sind unglaublich dankbar für die wundervolle Unterstützung in diesem Jahr“, freut sich Tatjana Radetzky. Als betroffene Mutter gründete Tatjana Radetzky aus Schriesheim im Jahr 2018 die gemeinnützige Organisation „EIN KIWI GEGEN KREBS“, um für bessere Behandlungschancen von Hirntumoren bei Kindern zu kämpfen.
„Dass die Reise unseres Kiwis nach Neuseeland so ein Erfolg wurde, hat uns unglaublich beeindruckt. Auf Grund des tollen Feedbacks hierzu haben wir beschlossen, dass diese Aktion auch 2022 in etwas abgeänderter Form wieder stattfinden wird, ebenso wie der Luftballonfreitag. Auch im nächsten Jahr lautet unser Motto wieder: Gemeinsam gegen Krebs, denn gemeinsam sind wir stärker und können so viel mehr erreichen!“

Ein Teil der Spendengelder wird direkt für Geschenke und Aufmerksamkeiten für die Kinder der kinderonkologischen Station verwendet, um sie von ihrer Krankheit abzulenken, die Eltern zu entlasten und den Familien Mut zu machen. Auch in diesem Jahr stiftet die Initiative ein Weihnachtsessen für alle Familien, die das Fest auf der Station verbringen müssen. Der Großteil der Spenden kommt der Entwicklung neuer Krebstherapien am KiTZ zugute: 40.000 Euro werden speziell für die Erforschung bestimmter kindlicher Hirntumoren eingesetzt, den Ependymomen.

Ependymome sind die dritthäufigste Hirntumorart bei Kindern und insbesondere bei kleinen Kindern ist die Behandlung dieser Tumorart eine Herausforderung. Einzelne Ependymomzellen können sich auch nach einer Operation häufig vor chemotherapeutischen Angriffen und Strahlenattacken verstecken und in einer Art Nische unbeschädigt über Monate oder gar Jahre in einer Art Schlafzustand verharren. Aus bisher unbekannten Gründen erwachen sie irgendwann wieder, teilen sich und wachsen erneut zu einem aggressiven Tumor heran. „Unser Ziel ist es, gezielt zu verhindern, dass die Tumoren wieder zurückkehren“, sagt Kristian Pajtler, Oberarzt am UKHD, dessen Forschungsgruppe am KiTZ und am DKFZ auf die Erforschung dieser Tumorart spezialisiert ist. „Um eine Reaktivierung der Krebszellen zu unterdrücken, untersuchen wir z.B. wie die Zellen mit ihrer Umgebung kommunizieren. Wir sind Tatjana Radetzky und ein Kiwi gegen Krebs sehr dankbar, dass sie uns dabei unterstützen. Das hat uns u.a. ermöglicht, eine präzisere Einteilung und biologische Charakterisierung dieser Tumoren zu etablieren, die jetzt in die offizielle Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation WHO aufgenommen wurde.“


Über die Initiative „EIN KIWI GEGEN KREBS“
„Ihr Kind hat Krebs.“ Dieser Satz verändert das Leben komplett und wirft Eltern vollkommen aus der Bahn. Von einer Sekunde auf die nächste ist nichts mehr wie es war. Wir sind selbst betroffen und wissen, wie wichtig und überlebensnotwendig es ist, dass die Forschung nicht ruht. Die Forschung am KiTZ Heidelberg zu unterstützen liegt uns besonders am Herzen, um geeignete und verträgliche Therapien zu finden und Heilungschancen zu verbessern. Gleichzeitig stehen die betroffenen Familien bei uns im Fokus. Starke Kinder brauchen starke Eltern und manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die Trost spenden, Kraft geben und den Alltag erträglicher machen.
Daher setzen wir uns für das KiTZ Heidelberg und dort vor allem für die Kinderkrebsforschung ein. Aber auch für die Dinge, die krebskranken Kindern und auch ihren Eltern das Leben etwas verschönern, Glücksmomente schenken und die Krankheit so vielleicht für einen Moment in den Hintergrund rücken lassen.
www.ein-kiwi-gegen-krebs.de

 

Dr. Alexandra Moosmann

KiTZ Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 130.3
69120 Heidelberg

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KiTZ Social Media

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