Zertifizierung zum Kinderonkologischen Zentrum

Die Klinik für Pädiatrische Onkologie, Hämatologie und Immunologie des Universitätsklinikums Heidelberg und des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ) erhielt Anfang August von der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) die Auszeichnung „Zertifiziertes Kinderonkologisches Zentrum“. Diese belegt, dass die Klinik die hohen Qualitätsanforderungen an kinderonkologische Zentren gemäß den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft erfüllt.

Bild: Philip Benjamin / KiTZ

Damit darf die Klinik ab sofort das Zertifikat „Kinderonkologisches Zentrum“ tragen. „Wir freuen uns sehr über die Zertifizierung“, so Andreas Kulozik, KiTZ-Direktor und Leiter der Klinik. „Damit können wir die Qualität der Versorgung unserer Patienten transparenter darstellen.“ Zentrumskoordinator Hendrik Witt, Kinderonkologe am KiTZ, der zusammen mit der Kinderonkologin Charlotte Knorr den Zertifizierungsprozess betreute, ergänzt: „Im Zuge der Zertifizierung konnten wir viele unserer Vorgänge effizienter gestalten, unser internes Qualitätsmanagement verbessern und Abläufe im klinischen Alltag optimieren.“

Kinderonkologisch tätige Einheiten können sich seit 2017 als „Kinderonkologisches Zentrum“ zertifizieren lassen, sofern sie streng definierte Qualitätsanforderungen erfüllen. Hierzu gehören die Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses GBA gemäß seiner Richtlinie für die Kinderonkologie. Zudem sind weitere Kriterien im DKG-Zertifizierungskatalog enthalten. Dazu zählen Anforderungen an die Betreuung von onkologischen Patienten und zur Qualitätssicherung bei der Behandlung. Jährlich wird abgefragt, ob die fachlichen Anforderungen für die Behandlung einer Tumorerkrankung erfüllt werden. Außerdem wird das etablierte Qualitätsmanagementsystem überprüft.

Mit rund 2.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Krebs im Kindesalter im Vergleich zu Erwachsenen relativ selten. Über 90 Prozent der jungen Patientinnen und Patienten können bereits bei Erstdiagnose in standardisierte nationale und internationale Register- und Therapieoptimierungsstudien gemäß der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (GPOH) eingeschlossen werden. Die Heilungschancen sind gut: Rund 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die an Krebs erkranken, können inzwischen mit Standardverfahren geheilt werden. Für Patienten, bei denen die Krebserkrankung nach der Behandlung jedoch wieder auftritt oder fortschreitet, erstellen KiTZ-Experten verschiedener Disziplinen in Tumorkonferenzen gemeinsam einen individuellen, auf die Patienten zugeschnittenen Therapieplan.  Mit diesem interdisziplinären Team aus Kinder-Hämatoonkologen, Kinderchirurgen, Kinderradiologen, Pathologen und Strahlentherapeuten erfüllt das KiTZ ein wichtiges im Zertifizierungskatalog gefordertes Kriterium.