Behandlung von embryonalen Tumoren

Embryonale Tumoren entstehen durch Entartung von primitivem Gewebe bereits während der Embryonalentwicklung des Kindes und bilden bösartige solide‎ (also feste) Tumoren. Zu den häufigsten peripheren embryonalen Tumoren zählen Neuroblastome, Nephroblastome (auch Wilms-Tumoren genannt), Keimzelltumoren, Hepatoblastome, Rhabdoidtumoren und Retinoblastome.

Neuroblastome entstehen beispielsweise aus entarteten unreifen Nervenzellen und finden sich meistens entlang der Wirbelsäule oder in der Nebenniere. Mit etwa sieben Prozent aller Krebserkrankungen sind sie die häufigsten soliden Tumoren bei Kindern außerhalb des Gehirnes. 90 Prozent der betroffenen Kinder sind jünger als sechs Jahre alt, viele davon noch im Säuglingsalter.

Das Nephroblastom oder auch Wilms-Tumor (benannt nach dem Heidelberger Chirurgen Max Wilms, der die Krankheit um 1900 ausführlich beschrieb) entsteht aus Vorläuferzellen von Nierengewebe und wird häufig zufällig als Schwellung im Bauchraum von den Eltern oder bei der Vorsorgeuntersuchung entdeckt.

Um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über die molekularen Ursachen von Neuroblastome möglichst rasch in  zielgerichtete Therapiekonzepte überführen zu können, arbeiten die Ärzte des KiTZ Hand in Hand mit den Forschern der Abteilung Neuroblastom-Genomik des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ, Leitung: PD Dr. Frank Westermann)  zusammen.

Spezialsprechstunde „embryonale Tumoren“
Dr. Wolfgang Behnisch
Tel.: 06221 - 56 8381
E-Mail: wolfgang.behnisch(at)med.uni-heidelberg.de