Translational Trial Group

Die Translational Trial Gruppe der KiTZ Clinical Trial Unit übersetzt die neuesten Forschungsergebnisse - einschließlich der Ergebnisse des vorklinischen Programms des KiTZ - in ein innovatives Behandlungskonzept. Ein multidisziplinäres Team aus spezialisierten Ärzten und Studienmanagern entwickelt in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Biostatistik des DKFZ und dem NCT Trial Center innovative, internationale Studienprotokolle und koordiniert seine eigenen akademischen Studien der Phase I-III mit Standorten innerhalb und außerhalb Europas. Der Hauptfokus liegt auf biomarkergesteuerten Studien, sowie  zielgerichteten und Immuntherapien mit neuen Medikamenten und rationalen Kombinationen. Beispiele zu den akutellen Schwerpunkten der Gruppe (INFORM2 Studie und LOGGIC Projekt) finden Sie unten.

Die Gruppe ist zudem in verschiedene internationale Netzwerke eingebettet. ITCC (Innovative Therapy for Children with Cancer) ist ein Netzwerk pädiatrischer Phase I/II-Standorte und ein wichtiger Partner für die akademische und pharmazeutische Industrie bei der Einführung pädiatrischer, klinischer Frühphasenversuche. Das KiTZ wurde im Jahr 2018 vom internationalen ITCC-Sponsor und von der nationalen Koordinierungsakkreditierung akkreditiert. Dies ermöglicht es der Translational Trial Group, ihre eigenen akademischen Studien über das große ITCC-Netzwerk unter seiner eigenen Leitung durchzuführen. Darüber hinaus bestehen enge Kooperationen mit anderen klinischen Studiengruppen in Deutschland (Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)), Europa, Nordamerika (St. Jude und CONNECT) und Australien. Starke Verbindungen zur Pharmaindustrie garantieren zudem den Zugang zu neuen innovativen Medikamenten.
Die Translational Trial Group baut zudem enge Partnerschaften mit Forschern, die klinische Versuche in der Onkologie von Erwachsenen durchführen (z.B. dem NCT), auf.

Aktuelle Aktivitäten

INFORM2 (Individualisierte Therapie bei rezidivierten Malignomen im Kindesalter) übersetzt die molekularen Ergebnisse des INFORM-Registers (der internationalen diagnostischen Plattform für progressive/ rezidivierte Malignome) in biomarkergesteuerte Phase-I/II-Studien mit neuen zielgerichteten/ Immuntherapien und Kombinationen. Die erste (von der deutschen Krebshilfe finanzierte) Studie wird Anfang 2019 eröffnet. Weitere Studien sind in Vorbereitung, die alle auf neuen präklinischen Daten und der Verfügbarkeit neuer (gezielter) Arzneimittel basieren. Die INFORM2-Studie umfasst Teststandorte in mehreren europäischen Ländern und Australien.

Das LOGGIC (LOw Grade Glioma In Children) Projekt (finanziert durch „Brain Tumor Charity“ und „PLGA-Stiftung“) besteht aus der LOGGIC Core BioClinical-Datenbank (LOGGIC Core) und der LOGGIC Europa-Studie. Die LOGGIC Core Plattform bietet molekulare Analysen für alle neu diagnostizierten Patienten mit niedriggradigem Gliom (LGG). Die LOGGIC Europa-Studie ist eine Phase-III-Studie zur randomisierten Chemotherapie (Kombination aus Vincristin und Carboplatin oder wöchentlichem Vinblastin) im Vergleich zu einer zielgerichteten Therapie mit einem oralen MEK-Inhibitor (Trametinib) für alle Patienten, die nach der ersten Operation eine weitere Behandlung benötigen. Die LOGGIC Europa-Studie umfasst Standorte in den meisten europäischen Ländern, aber auch in einigen Ländern außerhalb Europas (z.B. Australien).
Da die Tumoren aller Patienten, einschließlich derer, die im Rahmen der LOGGIC Europa-Studie weiterbehandelt wurden, vollständig molekular charakterisiert wurden, liefert das Programm ein umfassendes molekulares Verständnis der Krankheit und ihrer Behandlung.