Eine zweite Chance für Kinder mit Krebs

Portrait Katia Fundter

Katia Fundter

Fundraising- und Marketingkoordinatorin

Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 130.3
69120 Heidelberg

Eine zweite Chance für Kinder mit Krebs

Mit Ihrer Spende suchen wir nach passenden Therapien für an Krebs erkrankte Kinder, die einen Rückfall erlitten haben und für die es keine etablierte Therapieoption mehr gibt.

 

So spenden Sie:

Spendenkonto

Empfänger: Deutsches Krebsforschungszentrum
IBAN: DE98672500200005000050
BIC: SOLADES1HDB
Sparkasse Heidelberg
Verwendungszweck: 3040000003 B062-SP-INFORM (Bitte immer angeben!)

Um eine Spendenquittung zu erhalten, senden Sie uns bitte Ihren Namen, Ihre vollständige Adresse und den Spendenbetrag per Mail an Katia.fundter[at]med.uni-heidelberg.de.

 

Die Ausgangslage

Kehrt bei einem Patienten der Krebs zurück, ist die Aussicht auf Heilung in der Regel sehr schlecht. Die Tumorzellen sind meist unempfindlich geworden gegen die ursprüngliche Chemotherapie, und eine Alternative steht oft nicht zur Verfügung.

Alllerdings schöpfen Ärzte und Wissenschaftler auch neue Hoffnung, denn in den letzten Jahren hat ein Paradigmenwechsel in der Krebsmedizin stattgefunden: Über genetische Analysen suchen Ärzte und Wissenschaftler nach Fehlern im Erbgut, die den Krebs verursachen. Diese sogenannten Mutationen werden genutzt, um Tumoren zu diagnostizieren sowie neue Angriffspunkte für zielgerichtete Therapien zu identifizieren. Die gesammelten Daten dienen außerdem dazu, neue Therapien in Studien zu entwickeln. Genau das sind auch die Ziele des Projektes INFORM.

 

Wie funktioniert INFORM?

INFORM steht für Individualized Therapy For Relapsed Malignancies in Childhood (Individuelle Behandlungsansätze bei Krebspatienten im Kindes- und Jugendalter, die einen Rückfall erlitten haben). INFORM ist zugleich ein Netzwerk und eine Datenbank.

  • Ein Netzwerk deshalb, weil sich hier fast 100 Zentren aus Deutschland, sowie zehn weitere Länder in Europa und Israel beteiligen und ihre Tumorpatienten im Rahmen des Projektes untersuchen lassen. Dazu nimmt der behandelnde Arzt zunächst eine Gewebeprobe und schickt sie an das KiTZ. Hier wird die Gewebeprobe in Zusammenarbeit mit dem DKFZ molekular analysiert und nach Stellen im Erbgut des Tumors gesucht, die einen Angriffspunkt für ein Medikament darstellen könnten. Die molekularen Informationen werden dann an den behandelnden Arzt zurückgegeben. Der behandelnde Kinderonkologe kann unabhängig darüber entscheiden, ob und in welcher Form er diese Informationen für seine Therapieentscheidung nutzt.
  • INFORM ist gleichzeitig auch eine Datenbank. Die Ergebnisse der molekularen Analyse sowie die verabreichte Therapie werden in der Datenbank dokumentiert. Auf dieser Grundlage können Muster und Häufigkeiten von Erbgutveränderungen erkannt und neue Therapiestudien entwickelt werden. Mit INFORM2-NivEnt ist die erste aus INFORM entwickelte Therapiestudie 2019 an den Start gegangen. Therapiestudien sind der einzige Weg, Patientengruppen, für die es heute noch keine etablierte Therapie gibt, nachhaltig zu helfen.

 

Darum brauchen wir Ihre Spende!

Selbstverständlich wäre es wünschenswert, wenn jedem Patienten mit einem Rückfall eine genetische Analyse zur Verfügung stehen würde. Leider übernehmen die Krankenkassen bisher noch nicht die Kosten dafür. Unser Ziel ist, diese Kosten ab ca. 2022 regulär über die Krankenkassen abrechnen zu können. Daran arbeiten wir mit Hochdruck. Bis eine Genanalyse aber als Standardleistung von den Kassen übernommen wird, muss auch den Kindern und Jugendlichen geholfen werden, für die heute eine molekulare Diagnose die letzte Chance ist. Bis es soweit ist, bemühen wir vom KiTZ uns, Förderer für die genetische Analyse zu finden.

Die Datengrundlage von INFORM ist die größte ihrer Art weltweit: Bisher wurden über 1.000 Kinder mit Krebsrückfällen untersucht. Derzeit sind es mehr als zehn Kinder pro Woche. Immerhin für etwa fünf bis zehn Prozent davon findet sich derzeit eine sehr gute Behandlungsoption. Wir rechnen damit, etwa 500 Analysen pro Jahr durchzuführen. Da eine Analyse 4.000 Euro kostet, entstehen pro Jahr Kosten in Höhe von 2 Mio. Euro.

 

Ihre Spende hilft

  • eine Genanalyse an einer Tumor-Gewebeprobe durchzuführen und damit einem Krebspatienten die Chance auf eine zweite Therapie zu eröffnen.
  • die Daten aus der Genanalyse und der auf dieser Analyse basierenden Behandlung in einer zentralen Datenbank zu erfassen und für Ärzte und Forscher zugänglich zu machen.
  • auf Basis der in INFORM erfassten Daten vielversprechende Therapieansätze zu identifizieren und in wissenschaftlichen Studien zu neuen Therapien weiter zu entwickeln.

 

Unser Ziel

Wir möchten die Kinder und Jugendlichen mit Krebs erreichen, für die es heute noch keine Hoffnung gibt. Denn noch immer sterben 20 Prozent der jungen Krebspatienten – der Großteil davon nach einem Rückfall.

Für viele Rückfall-Patienten ist INFORM nicht nur die zweite, sondern die letzte Chance. Unsere Vision ist, in Zukunft für jeden Tumortyp eine maßgeschneiderte Therapie zu finden.

Weitere Informationen zu INFORM finden Sie unter www.dkfz.de/de/inform/ueber-inform.html.

 

Wissenschaftlerin mit Helixmodell