An Krebs erkrankten Kindern neue Hoffnung schenken

Vera Cornelius

Fundraising- und Marketingkoordinatorin

Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 130.3
69120 Heidelberg

Warum spenden?

Der Handlungsbedarf

  • In Deutschland treten jährlich etwa 2.000 neue Krebsfälle bei Kindern im Alter unter 18 Jahren auf.
  • 20 Prozent dieser Kinder sterben auch heute noch, damit ist Krebs die zweithäufigste Todesursache bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland.
  • Die Überlebenden leiden nicht nur während der aggressiven Tumortherapie, sondern auch langfristig an Nebenwirkungen, die viele Organe beeinträchtigen können.
  • Kindliche Krebsformen unterscheiden sich in Art, Häufigkeit und Ursprung deutlich von Krebserkrankungen im Erwachsenenalter. Die häufigsten Krebsarten im Kindesalter sind Leukämien mit rund 33 Prozent, gefolgt von Tumoren des Zentrale Nervensystems (etwas 24 Prozent), Sarkomen und Lymphomen (jeweils rund 11 Prozent). Die meisten dieser Tumorarten sind bei Erwachsenen extrem selten, daher gibt es auch keine entsprechenden Forschungsaktivitäten.

Daher brauchen Kinder mit Krebs-Erkrankungen eine eigene und sehr spezifische Krankenversorgung und Forschung!

 

Eine hoffnungsvolle Perspektive

Dank neuer Techniken können Wissenschaftler den Krebs heute auf molekularer Ebene analysieren. Anhand sogenannter „Biomarker“ wird ein „genetischer Fingerabdruck“ des Tumors erstellt. Das ermöglicht die Entwicklung eines individuell auf den Patienten zugeschnittenen Therapieplans („personalisierte Medizin“). Zudem können spezifisch die erkrankten Zellen angegriffen und das umliegende Gewebe geschont werden („Präzisionsmedizin“), sodass die Begleiterscheinungen der Therapie ungleich weniger dramatisch ausfallen. Genomsequenzierung, molekulare Diagnostik und personalisierte Präzisionsmedizin heißen die Wegmarken, die die Krebsforschung in den kommenden Jahren zum Erfolg führen sollen.

Die neuen Erkenntnisse müssen schnellstmöglich die an Krebs erkrankten Kinder erreichen:
Daher starten das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) und die Universität Heidelberg eine gemeinsame Offensive gegen Krebs im Kindesalter im

Hopp-Kindertumorzentrum am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg, kurz: “KiTZ“ genannt.

 

Das Projekt

Das KiTZ wurde im November 2016 als Joint Venture zwischen dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Universitätsklinikum Heidelberg gegründet. Ziel ist die enge Verzahnung der präklinischen Forschung, der Translation und der klinischen Anwendung. Es sollen Therapien spezifisch für Kinder entwickelt werden, die einerseits die Heilungschancen verbessern und andererseits therapiebedingte Langzeitschäden vermeiden.

Das KiTZ hat es sich zum Ziel gesetzt, die 20 Prozent der Patienten, die heute noch versterben, therapeutisch zu erreichen und die Therapie präziser und schonender zu gestalten. Hier soll modernste, am Patienten orientierte Forschung zur Identifikation neuer therapeutischer Verfahren stattfinden („präklinische Forschung“). In innovativen klinischen Studien („translationale Forschung“) werden diese Verfahren dann den Patienten angeboten.

Um den fachlichen Austausch der verschiedenen Berufsgruppen am KiTZ zu erleichtern und damit das Potential eines sog. Comprehensive Cancer Centers voll auszuschöpfen, soll ein eigenes Gebäude entstehen. In diesem Gebäude werden die Heidelberger Kinderonkologie und die pädiatrischen Forschungsgruppen des DKFZ zusammengeführt. Ca. 250 Mitarbeiter aus Wissenschaft, Forschung, Medizin, Pflege, Administration und aus dem psychosozialen Bereich werden am KiTZ zusammenarbeiten.