Das Everest Zentrum für niedriggradige pädiatrische Hirntumoren

Die Hälfte der Tumoren des zentralen Nervensystems in unter 18-jährigen sind niedriggradige Hirntumoren. Allein in Deutschland werden pro Jahr mehr als 250 Fälle diagnostiziert. Sie entstehen durch Mutationen im Erbgut, welche die unkontrollierte Vermehrung von Zellen im Gehirn‎ oder Rückenmark‎ induzieren. Wie aus der Bezeichnung „niedriggradig“ hervorgeht, wachsen die Tumoren relativ langsam. Damit ist das Risiko des Befalls anderer Körperregionen durch Tumorzellen gering. Allerdings sind niedriggradige Hirntumoren aufgrund ihrer Lokalisation sehr schwierig zu behandeln, was häufig zu lebenslangen Einschränkungen der Gesundheit und des Wohlbefindens der Betroffenen führt.

Am neuen Everest Zentrum erforschen Forschergruppen aus Berlin, London und Heidelberg seit 2017 die Biologie niedriggradiger kindlicher Hirntumoren, um neue Behandlungsansätze daraus abzuleiten. Die britische „Brain Tumour Charity“ fördert das Ende Juni 2017 gestartete Projekt mit 5,7 Millionen Euro, welche das „Everest in the Alps“- Team als Namensvetter gesammelt hat.

Bewegt durch die Leidensgeschichte ihres betroffenen Kindes und Freundes, erklomm das „Everest in the Alps“- Team 2015 und 2018 den Mount Everest (8,848m) in den Alpen. Bei dieser aufsehenerregenden Aktion durchquerten Tourenskigeher vier Tage lang die Alpen. Am Ende ihrer mental und physisch aufzehrenden Tour hatten Sie nicht nur die Höhe des Mount Everest (8,848m) bezwungen, sondern gleichzeitig rund drei Millionen Pfund an Spenden für die „Brain Tumour Charity“ gesammelt. Im Namen aller Betroffenen möchten wir uns hierfür bedanken.

Gruppenleiter des Everest Zentrum:

David T.W. Jones (KiTZ & DKFZ Heidelberg)
Stefan M. Pfister (KiTZ, DKFZ & University Hospital Heidelberg)
Olaf Witt (KiTZ, DKFZ & University Hospital Heidelberg)
David Capper (DKTK & Charité Berlin)
Denise Sheer (Blizard Institute, Queen Mary’s, University of London)
Tom Jacques (University College London/Great Ormond Street Hospital Institute of Child Health)
J-P Martinez-Barbera (University College London/Great Ormond Street Hospital Institute of Child Health)
Darren Hargrave (University College London/Great Ormond Street Hospital Institute of Child Health)

Aktuelles:

Im Video berichtet Medizinstudent Maximilian Deng über seine aktuelle Forschung im Labor von David Jones: