Everest Centre

Niedriggradige Hirntumoren stellen die größte Gruppe der Tumoren des Zentralen Nervensystems dar – allein in Deutschland erkranken pro Jahr über 250 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren daran. Sie entstehen durch Entartung von Zelle‎n des Gehirn‎s oder Rückenmark‎s. Das Risiko, dass die Tumorzellen in andere Regionen des Körpers streuen, ist jedoch gering.

Am neuen Everest Centre wollen Forschergruppen aus Heidelberg und London die Biologie niedriggradiger kindlicher Hirntumoren besser ergründen und neue Behandlungsansätze daraus ableiten. Die britische „Brain Tumour Charity“ fördert das Ende Juni 2017 gestartete Projekt mit 5,7 Millionen Euro.

Seinen Namen bekam das Everest Centre übrigens durch eine aufsehenerregende Aktion, mit der der Vater eines betroffenen Kindes auf die strapaziöse Krankheitsgeschichte seines Sohnes aufmerksam machte: In einer Gruppe von insgesamt 14 Skifahrern lief er vier Tage alpine Pisten hinauf, bis die Gruppe eine Strecke zurückgelegt hatte, die der Höhe des Mount Everest entsprach. Dabei konnte er rund drei Millionen Pfund für die „Brain Tumour Charity“ sammeln.