Stefan Pfister neues Mitglied der EMBO

Stefan Pfister, Direktor am Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ), wurde als neues Mitglied in die European Molecular Biology Organization (EMBO) gewählt. Die EMBO ist eine der größten europäischen Wissenschaftsorganisation auf dem Gebiet der Molekularbiologie. Die in Heidelberg ansässige Gesellschaft hat über 1800 gewählte Mitglieder in Europa und 70 assoziierte Mitglieder weltweit. Neue Mitglieder werden aufgrund besonderer wissenschaftlicher Leistungen vorgeschlagen und gewählt.

© Philip Benjamin/ KiTZ

Das "Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg“ (KiTZ) ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Universität Heidelberg (Uni HD).

Wie die EMBO bekannt gibt, stammen die 58 neuen EMBO-Mitglieder aus 15 Mitgliedsstaaten der European Molecular Biology Conference (EMBC), der zwischenstaatlichen Organisation, die die wichtigsten EMBO-Programme und -Aktivitäten finanziert

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung und darauf, an den Aktivitäten der EMBO mitzuwirken, um die europäische Forschungsgemeinschaft im Bereich der molekularen Medizin weiter zu stärken“, sagt Stefan Pfister, Direktor des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ), Abteilungsleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Kinderonkologe am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD). Stefan Pfisters mehrfach ausgezeichnete Forschung in der pädiatrischen Onkologie hat zu einem besseren Verständnis der Klassifikation und Biologie von Hirntumoren bei Kindern geführt und dazu beigetragen, die Diagnostik und Therapie und damit die Lebenserwartung dieser jungen Patienten zu verbessern.

Zu den bedeutendsten Erkenntnissen seiner Forschung, mit unmittelbarer Auswirkung auf die Behandlung krebskranker Kinder, gehört beispielsweise die neue Klassifikation von Hirntumoren, die auf Methylgruppen auf der DNA beruht. Inzwischen hat diese auch breiten Eingang in die Klassifikationen kindlicher Hirntumoren der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gefunden.

"Die neuen EMBO-Mitglieder und assoziierten Mitglieder sind außergewöhnliche Wissenschaftler, die in einer Vielzahl von Bereichen, von Zellbiologie und Krebs bis hin zu Impfstoffentwicklung und maschinellem Lernen, Spitzenforschung betreiben", sagt EMBO-Direktorin Fiona Watt. "Ich freue mich, sie bei EMBO willkommen zu heißen, und ich weiß, dass sie das Leben der Organisation ungemein bereichern werden."

Die Mitglieder können als Teil der EMBO-Gremien und Ausschüsse beispielsweise Finanzierungsanträge für Forschungsprojekte bewerten und als Reviewer wissenschaftliche Publikationen begutachten. Durch ihr Engagement tragen die Mitglieder maßgeblich zur Förderung moderner Biowissenschaften in Europa bei und unterstützen Nachwuchswissenschaftler in ihrer Karriere. Die neuen Mitglieder werden von den bestehenden EMBO-Mitgliedern nominiert und gewählt. Die neun neuen assoziierten EMBO-Mitglieder sind in sieben Ländern ansässig: Argentinien, Australien, Kanada, China, Indien, Singapur und die USA.

EMBO wird die neuen Mitglieder auf der jährlichen Mitgliederversammlung vom 26. bis 28. Oktober 2022 in Heidelberg offiziell begrüßen.

 

Dr. Alexandra Moosmann

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