Spotlight - AG Ronckers

Einzelzell-Transkriptomanalysen bieten Einblicke in die normale Entwicklung des sympathischen Systems

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Überlebenschancen von Kindern mit Krebs erheblich verbessert. Heute überleben etwa 80 bis 85 Prozent der betroffenen Kinder langfristig. Diese Fortschritte, die maßgeblich durch die Einführung kombinierter Chemotherapien sowie die Integration der Strahlentherapie in multimodale Behandlungskonzepte erzielt wurden, haben zu einer rasch wachsenden Zahl von Langzeitüberlebenden geführt. Infolgedessen rücken die langfristigen Folgen von Krebs und seiner Behandlung zunehmend in den Fokus der Forschung. Eine Krebsbehandlung im Kindesalter erfolgt in kritischen Phasen der körperlichen, kognitiven und psychosozialen Entwicklung und kann daher langfristige Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität haben. Viele Spätfolgen stehen in engem Zusammenhang mit spezifischen Therapieexpositionen. Da pädiatrische Krebserkrankungen ein breites Spektrum neoplastischer Erkrankungen mit altersabhängig variierenden Inzidenzmustern und multimodalen Therapieansätzen umfassen, unterscheiden sich auch die Muster von Spätfolgen teilweise je nach Entität. 

Ziel der Abteilung ist es, therapieassoziierte Spätfolgen zu identifizieren, deren Determinanten zu verstehen und evidenzbasierte Strategien für Prävention, Früherkennung und Nachsorge zu entwickeln. Langfristig zielt unsere Arbeit darauf ab, die gesundheitlichen Ergebnisse über den gesamten Lebensverlauf von Überlebenden zu verbessern, indem epidemiologische Evidenz in risikostratifizierte Nachsorgekonzepte übersetzt wird. Die Abteilung führt nationale und internationale Beobachtungsstudien auf Grundlage populationsbasierter Registerdaten durch und kombiniert retrospektive und prospektive Forschungsansätze. Dabei werden klinische, epidemiologische und molekulare Daten integriert, um Risikofaktoren für Spätfolgen besser zu verstehen und evidenzbasierte Nachsorgestrategien zu entwickeln. Unsere Arbeit umfasst zudem die Entwicklung und Weiterentwicklung von Dateninfrastrukturen und Registern, die eine langfristige populationsbasierte Untersuchung von Survivorship-Outcomes ermöglichen und zur Verbesserung von Nachsorgestrukturen beitragen. 

Ein besonderer Fokus liegt auf somatischen Spätfolgen, einschließlich Zweittumoren, sowie auf langfristigen gesundheitlichen Folgen historischer und moderner medizinischer Anwendungen ionisierender Strahlung. Darüber hinaus beteiligt sich die Abteilung an der Entwicklung und wissenschaftlichen Evaluation risikoadaptierter Nachsorgekonzepte für Krebsüberlebende. Unsere Arbeit orientiert sich an internationalen Initiativen zur Harmonisierung von Leitlinien für die Langzeitnachsorge und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Forschungsnetzwerken, klinischen Partnern sowie Patientenvertretenden.

Teammitglieder
  • Cécile Ronckers, PhD (Abteilungsleitung)
  • Julien Frick, MD (Physician Scientist)
  • Franziska Teich, B.Sc. (wissenschaftliche Hilfskraft)
  • Petra Rössler (Sekretariat)
  • Heike Weis (Sekretariat)