Ein Lebenswerk wird fortgeführt: Kirstin Diehl-Stiftung wird Treuhandstiftung des DKFZ zugunsten krebskranker Kinder

Am 26. Juli 2022 übergaben Gerda und Gerd Diehl in einer Übergabezeremonie ihr Lebenswerk, die Kirstin Diehl-Stiftung, als Treuhandstiftung an das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ). Das Ehepaar hatte die Stiftung im Jahr 2006 in Gedenken an ihre Tochter Kirsten Diehl gegründet, die im Alter von 25 Jahren an Krebs verstarb. In den 15 Jahren ihres Bestehens, ermöglichte die Stiftung zahlreiche Projekte in der Erwachsenen- und Kinderonkologie. Sie wird künftig als „KiTZ Stiftung im Andenken an Kirstin Diehl“ fortgeführt, um die Kinderkrebsforschung und eine moderne Versorgung junger Krebspatienten am Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ) zu fördern.

v. l. Ursula Weyrich (kaufmännischer Vorstand DKFZ); Andreas Kulozik (Direktorium KiTZ, Leitung Kinderonkologie UKHD und Klinische Kooperationseinheit DKFZ); Gerda Diehl (Stifterin); Stefan Pfister (Direktorium KiTZ, Abteilungsleiter DKFZ, Kinderonkologe UKHD); Gerd Diehl (Stifter); Olaf Witt (Direktorium KiTZ, Leitung Klinische Kooperationseinheit DKFZ, Leitung KiTZ Clinical Trial Unit); Michael Baumann (Vorstandsvorsitzender DKFZ).© U. Anspach/DKFZ

Das "Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg“ (KiTZ) ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Universität Heidelberg (Uni HD).

„Als unsere Tochter starb, bat sie uns, dort weiter zu machen, wo sie aufhören musste. Das haben wir ein Viertel Jahrhundert lang getan. In vielen kleinen Schritten haben wir über 6,5 Millionen Euro zusammentragen können, um die Krebsforschung und die Krebsmedizin zu unterstützen“, sagte Gerda Diehl auf der Übergabefeier. „Nun haben wir uns aus gesundheitlichen Gründen entschieden, die „Kirstin Diehl-Stiftung“ als Treuhandstiftung an das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), als Träger des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ) zu übergeben. Wir sind sehr glücklich, dass das Lebenswerk unserer Tochter nun eine langfristige Perspektive erhält.“

Bei der Übergabezeremonie würdigte Ursula Weyrich, Kaufmännischer Vorstand des DKFZ, das herausragende und beispielhafte Engagement des Ehepaars Diehl, das dafür u.a. im Jahr 2012 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. „Die Ziele einer modernen Krebsforschung können nur mit großen wissenschaftlichen Anstrengungen und erheblichen finanziellen Mitteln erreicht werden. Wir sind zutiefst geehrt, dass Sie dem Deutschen Krebsforschungszentrum Ihr Vertrauen schenken und wir hier im Hause zukünftig die „Kirstin Diehl-Stiftung“ als „KiTZ Stiftung im Andenken an Kirstin Diehl“ weiterführen dürfen, um - ganz im Sinne von Kirsten Diehl –Projekte in der Kinderonkologie am DKFZ und UKHD fördern zu können. Im Namen beider Häuser bedanke ich mich an dieser Stelle ganz herzlich.“

Olaf Witt, Direktor am KiTZ, Leiter des Klinischen Kooperationseinheit pädiatrische Onkologie am DKFZ und leitender Oberarzt am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) stellte heraus, was die Stiftung bereits am KiTZ für die jungen Patienten bewirkt hat: „Seit drei Jahren fördert die „Kirstin Diehl-Stiftung“ die Entwicklung einer Medikamententestung an patientenspezifischen Tumormodellen im Labor, um Kindern, bei denen Standardtherapien nicht mehr wirken, mit neuen Wirkstoffen helfen zu können“, sagte er. „Sie hat dadurch einen ganz wesentlichen Beitrag zur personalisierten Behandlung krebskranker Kinder geleistet.“

Das ursprüngliche Ziel, innovative Behandlungskonzepte und Verfahren der Onkologie zu fördern, wird die „KiTZ Stiftung im Andenken an Kirstin Diehl“ künftig weiterverfolgen, indem sie Projekte am KiTZ unterstützt. Als gemeinsame Einrichtung des DKFZ, des UKHD und der Universität Heidelberg ist das KiTZ europaweit eine der wenigen Einrichtungen, die intensive und umfängliche Forschung an Krebs im Kindesalter und die Behandlung mit modernsten Therapien unter einem Dach vereint. Eine besondere Vorreiterrolle nimmt das KiTZ beispielsweise bei der Initiierung neuer klinischer Studien für krebskranke Kinder ein, sowie dem Ausbau molekularer Tumoranalysen für jungen Krebspatienten in Europa.

800.000 Euro erhält die „KiTZ Stiftung im Andenken an Kirstin Diehl“ als Startvermögen von der „Kirstin Diehl-Stiftung“, wie Gerda Diehl bei der feierlichen Zeremonie im DKFZ verkündete. Sie hofft, dass viele Weggefährten auch in Zukunft im Andenken an ihre Tochter an die Treuhandstiftung spenden, und dass die Stiftung viele weitere Menschen motivieren wird, sich für die Kinderonkologie einzusetzen: „Es ist mein großer Wunsch, dass es eine Zukunft gibt, in der Familien ein Schicksal wie das unsere erspart bleibt und kein Kind mehr an Krebs sterben muss. An dieser Zukunft arbeitet das KiTZ mit, und wir sind froh, wenn unser Lebenswerk dabei helfen kann.“

Im Anschluss an die Übergabe fand auch die erste Vorstandssitzung der neuen Stiftung statt, in der KiTZ-Direktor Olaf einstimmig zum Vorstandsvorsitzenden gewählt wurde. Stefan Pfister, ebenfalls Direktor am KiTZ, Abteilungsleiter des DKFZ und Kinderonkologe am UKHD übernimmt die Funktion des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden.

Weitere Infos zur KiTZ Stiftung im Andenken an Kirstin Diehl

 

Dr. Alexandra Moosmann

KiTZ Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 130.3
69120 Heidelberg

Dr. Larissa Fritzenschaf

KiTZ Webredaktion

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Svenja Schmitt

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