Maximilian Deng wird mit Dr. Hildegard Dinter-Lutz-Forschungspreis ausgezeichnet

Auch im Jahr 2022 geht der Dr. Hildegard Dinter-Lutz-Forschungspreis wieder an das Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ). Der Mediziner Maximilian Deng vom KiTZ und Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) wird damit für seine herausragende Forschung zur Entstehung von seltenen strahlenbedingten Zweittumoren bei Kindern geehrt. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird jedes Jahr von der Dr. Hildegard Dinter-Lutz-Forschungspreis-Stiftung an exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler vergeben.

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Maximilian Deng ist Arzt in der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD). Nach Abschluss seiner Promotion am Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ) zum Thema Molekulare Klassifikation von pädiatrischen Hirntumoren in der Abteilung für Pädiatrische Gliomforschung von David Jones erforschte er weiterhin die biologischen Eigenschaften von sogenannten strahlenbedingten Hirntumoren.

In seltenen Fällen können diese Zweittumoren als Spätfolge einer Strahlentherapie auftreten. Aufgrund ihres aggressiven Wachstums bleibt Ärzten dann nur wenig Zeit, um sie richtig zu behandeln. Die Forschung von Deng könnte dazu beitragen, diese biologisch andersartigen Zweittumoren von klassischen Tumorrezidiven zu unterscheiden und für die Diagnose und Therapie zu nutzen.

In seiner kürzlich veröffentlichten Arbeit entdeckten Deng und seine Kollegen im Erbgut der meisten Zweittumoren entscheidende genetische Gemeinsamkeiten, die bei Wachstums- und Heilungsprozessen eine Rolle spielen. Sie lassen sich dadurch deutlich von primären Hirntumoren bei Kindern unterscheiden. Aktuell erfolgen weitere Analysen, inwieweit durch die Anwendung von neuen strahlentherapeutischen Methoden, wie beispielsweise der Protonen- und Kohlenstoffionentherapie, das Risiko solcher Zweittumoren reduziert werden könnte.

Der Vorstand der Stiftung, der seine Entscheidung auf der Grundlage der Empfehlung der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) trifft, würdigte Dengs Forschungsarbeit mit dem Dr. Hildegard Dinter-Lutz-Forschungspreis. Das Preisgeld von 5.000 Euro ist als Reisezuschuss gedacht, damit sich Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler auf internationalen Konferenzen mit anderen Experten austauschen und vernetzen können.

„Ich fühle mich sehr geehrt über diese besondere Auszeichnung und bin sehr stolz darauf, einen Beitrag zum Wissensgewinn in der Neuroonkologie leisten zu können, der hoffentlich eines Tages den Patienten direkt zugutekommt“, freut sich Maximilian Deng. „Für die wundervolle Unterstützung und Betreuung möchte ich mich herzlichst bei Dr. David Jones und Prof. Stefan Pfister bedanken! Mein besonderer Dank gilt Prof. Jürgen Debus für die persönliche Förderung und die Möglichkeit, an einer effektiveren und nebenwirkungsärmeren Radiotherapie für junge Krebspatienten mitzuarbeiten.“

Die feierliche Preisverleihung findet am 25. November 2022 anlässlich der GPOH-Tagung in Frankfurt am Main statt.

 

Über den Dr. Hildegard Dinter-Lutz-Forschungspreis für Hirntumorforschung

Der mit 5.000 Euro dotierte Dr. Hildegard Dinter-Lutz-Forschungspreis für herausragende wissenschaftliche Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Hirntumorforschung und -therapie wird jährlich von der Dr. Hildegard Dinter-Lutz-Forschungspreis-Stiftung vergeben. Über die Vergabe des Preises entscheidet der Stiftungsvorstand auf der Grundlage der Empfehlung der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH).

 

Dr. Alexandra Moosmann

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