Videoratgeber "Krebs bei Kindern klargemacht" jetzt auch auf Englisch

Wenn bei einem Kind Krebs diagnostiziert wird, sind Familien oft von einer Flut von Sorgen und Fragen überwältigt. Zuverlässige und leicht verständliche Informationen sind daher unerlässlich. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, hat das Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ) eine umfassende Videoserie für junge Patientinnen und Patienten und deren Familien ins Leben gerufen. Unter dem Titel „Krebs bei Kindern klargemacht“ umfasst die Reihe insgesamt mehr als 80 Videos, die Orientierung zu Diagnose, Behandlung, psychosozialer Betreuung und vielen weiteren Themen rund um Krebserkrankungen im Kindesalter bieten. Das Projekt wird von der Deutschen Kinderkrebsstiftung unterstützt.

Die Videoserie „Krebs bei Kindern klargemacht“ umfasst insgesamt mehr als 80 Videos und bietet Informationen zu Diagnose, Behandlung, psychosozialer Betreuung und vielen weiteren Themen rund um Krebserkrankungen bei Kindern. © Aempathy GmbH/KiTZ

Das Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ) ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Universität Heidelberg (Uni HD).

Die Diagnose Krebs bei Kindern und Jugendlichen kann das Leben einer ganzen Familie auf den Kopf stellen. Plötzlich tauchen Fragen auf: Wie wird die Behandlung ablaufen? Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen? Was können wir tun, um unser Kind und unsere Familie zu unterstützen? Wo finden wir Hilfe? 

Die Videoserie “Krebs bei Kindern klargemacht” soll klare Antworten und kontinuierliche Unterstützung bieten. Die Videos wurden gemeinsam vom Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ) und dem deutschen Fernsehmoderator und Arzt Johannes Wimmer produziert und behandeln alle Grundlagen von Krebserkrankungen im Kindesalter, etablierte Behandlungsmethoden sowie neue Therapien. Sie enthalten zudem praktische Ratschläge zu Themen der Pflege, wie Ernährung und Umgang mit Nebenwirkungen, sowie Videos zur Erhaltung der Fruchtbarkeit, zur Palliativversorgung und zur psychosozialen Unterstützung für die gesamte Familie.

Einige Folgen richten sich speziell an Kinder im Grundschulalter und erklären die Krankheit auf altersgerechte und leicht verständliche Weise. Einige Videos zu Themen wie Sexualität und Krebs sowie Sporttherapie sind speziell für Jugendliche gedacht.

Wimmer, der 2020 seine acht Monate alte Tochter durch Krebs verlor, moderiert alle deutschen Videos selbst. Das Projekt liegt ihm besonders am Herzen: „Selbst als Arzt erinnere ich mich, wie schwer es manchmal war, all die Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und Entscheidungen zu treffen. Oft wünschte ich mir einen ‚Wiederholungsknopf‘, um alles noch einmal durchzugehen, wenn ich dazu bereit war“, erklärt Wimmer. „In diesen Videos präsentieren wir komplexe medizinische Informationen in einer klaren, verständlichen Sprache und konzentrieren uns auf die wichtigsten Punkte, wobei wir einen hoffnungsvollen Ton beibehalten.“ In Videos für Kinder nutzt Wimmer spielerische Elemente wie Süßigkeiten, Spielzeugbagger und eine Puppe namens „Toni“, um Konzepte kindgerecht zu erklären. 

Die ursprünglich auf Deutsch produzierten Videos wurden nun mithilfe modernster KI-Avatar-Technologie ins Englische übersetzt und auf dem YouTube-Kanal des KiTZ veröffentlicht. Diese Initiative stellt den ersten umfassenden Video-Leitfaden zum Thema Krebs bei Kindern und Jugendlichen dar. Sie ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit eines multidisziplinären Teams von Fachleuten des KiTZ und seiner Mutterinstitutionen: des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD), des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der Universität Heidelberg.

Die Videoserie wurde durch Fördermittel der Deutschen Stiftung für Kinderkrebs sowie durch Preisgelder ermöglicht, die die französische Vereinigung für Krebsforschung (ARC) an KiTZ-Direktor Stefan Pfister für seine herausragende Arbeit in der Kinderkrebsforschung verliehen hat. 

Pfister kommentiert: „Wir freuen uns sehr, dass dieser Video-Leitfaden nun auch internationalen Patientinnen und Patienten und ihren Familien jederzeit zur Verfügung steht. Mein herzlicher Dank gilt insbesondere der Deutschen Kinderkrebsstiftung, die dieses Projekt ermöglicht hat, sowie Dr. Johannes Wimmer und seinem Team für ihr außerordentliches Engagement und ihren Einsatz. Ich möchte mich auch bei unserem Pflegepersonal, den Ärzten, den psychosozialen Teams, dem Krebsinformationsdienst am DKFZ sowie unseren Forschern und unserem Kommunikationsteam für ihren enormen Einsatz und die vielen Stunden bedanken, die sie in dieses Projekt investiert haben.“

 

Die Videos stehen auf Deutsch und auf Englisch hier zur Verfügung:

Dr. Alexandra Moosmann

Leitung KiTZ Kommunikation

Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 130.3
69120 Heidelberg

Dr. Larissa Fritzenschaf

KiTZ Webredaktion

Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 130.3
69120 Heidelberg

Svenja Schmitt

KiTZ Social Media

Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 130.3
69120 Heidelberg