120 Kilometer, zwei Runden um den Chiemsee und ein gemeinsames Ziel: Adrian Kohl und Paul Kampmann meisterten mit ihrem selbst organisierten Ultra-Lauf nicht nur eine persönliche Herausforderung, sondern machten gleichzeitig auf die Situation krebskranker Kinder aufmerksam und sammelten Spenden für das Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ).
Der Entschluss, die Aktion mit einem guten Zweck zu verbinden, stand für die beiden von Anfang an fest. Krebsfälle im privaten Umfeld gaben den Anlass, den Lauf dem Kampf gegen Krebs zu widmen. „Uns beiden ist die Entwicklung von Kindern äußerst wichtig. Besonders für die Zukunft ist unsere Gesellschaft auf sie angewiesen. Jedes Kind sollte die Möglichkeit haben, sich frei zu entfalten und seine Interessen, Grenzen und Kreativität kennenzulernen“, erklärt Paul Kampmann. Adrian Kohl ergänzt: „Leider ist es jedoch so, dass viele Kinder genau das aufgrund gesundheitlicher, sozialer oder anderer Probleme nicht können. Das finden wir unfair. Wir möchten dazu beitragen, dass Kinder mit gesundheitlichen Einschränkungen trotzdem eine möglichst normale Kindheit erleben können.“
Vorbereitet haben sich die beiden 22-jährigen Studenten aus Heidelberg über mehrere Monate neben Studium und Jobs. Von der Trainingsplanung über die Streckenlogistik bis zur Spendenkampagne organisierten sie das Projekt vollständig selbst. Um auf ihre Spendenaktion aufmerksam zu machen, teilten die beiden während der gesamten Vorbereitungszeit Videos über Social Media und verteilten Flyer in Heidelberg. Gespendet werden konnte online über einen Link beziehungsweise QR-Code. Dabei erreichten sie nicht nur Familie und Freunde, sondern auch Menschen, die durch die Aktion auf sie aufmerksam wurden und den Zweck unterstützen wollten. Beim Lauf selbst wurden sie zusätzlich von Freundinnen, Freunden und Familie unterstützt.
Am 22. August starteten Adrian Kohl und Paul Kampmann ihren Ultra-Lauf um 18 Uhr in Prien am Chiemsee. Nach 120 Kilometern, zwei vollständigen Umrundungen und rund 15 Stunden Laufzeit liefen sie am nächsten Tag um 12 Uhr gemeinsam ins Ziel ein. Insgesamt waren sie mit Pausen rund 18 Stunden auf den Beinen. „Wir wollten uns selbst an unsere Grenzen bringen und damit einen Beitrag für etwas leisten, das weit über unseren eigenen Lauf hinausgeht. Doch es gab in dieser Nacht Momente, in denen wir ernsthaft daran gezweifelt haben, ob wir unser Ziel wirklich erreichen können“, so Adrian Kohl. „Doch genau in diesen dunklen Momenten haben wir uns gegenseitig motiviert, weiterzukämpfen, und erkannt, dass Aufgeben keine Option ist“, ergänzt Paul Kampmann.
Ihr besonderer Einsatz hat viele Menschen bewegt: Rund 180 Personen beteiligten sich an ihrer Spendenaktion und trugen so zu einer Spendensumme von insgesamt 10.183,13 Euro für das KiTZ bei.
Wir danken Adrian Kohl und Paul Kampmann herzlich für ihren außergewöhnlichen Einsatz und allen Menschen, die ihre Spendenaktion unterstützt und damit zu diesem großartigen Ergebnis beigetragen haben!



